Kykladen Inselhopping

Leuchtend blauer Himmel, türkisfarbenes klares Wasser und unglaublich leckeres Essen – dafür steht Griechenland.
Wir waren beide bereits als Kind in Griechenland, aber das Griechenlandfieber hat uns eigentlich erst letztes Jahr (2020) gepackt. Unsere Reise nach Karpathos hat uns die Augen geöffnet, wie schön unser Mittelmeer doch eigentlich ist. Unserer Meinung nach gibt es in den Monaten zwischen Juni und September keinen besseren Ort, um den Sommer zu genießen als die Mittelmeerregion. Somit war für uns auch klar, dass wir im Sommer 2021 Griechenland wieder besuchen würden. Nachdem wir letztes Jahr in der Dodekanes-Region waren, sollte es dieses Mal Inselhopping auf den Kykladen werden. Unsere Route war Athen – Tinos – Naxos – Paros – Athen. Mit der Lufthansa flogen wir nach Athen, wo nach einem kleinen City Trip unser Inselhüpfen mit der Fähre auf die Kykladeninseln begann. Wenn Ihr mehr über Athen und die Fährverbindungen von dort auf die Inseln der Kykladen und natürlich auch die anderen Inseln erfahren wollt, lest doch mal in unserem Artikel dazu nach.

Wie gesagt haben wir uns für unser Inselhopping für die Kykladeninseln Tinos, Naxos und Paros entschieden. Unser Transportmittel war dabei die Fähre. Alle Fahrten haben wir bereits im Voraus zusammen – also in einer Buchung gebucht.
Und hier kommt auch schon unser erster Reisetipp für das Inselhopping auf den Kykladen: Wenn ihr nicht in der Hauptreisezeit (Mitte Juli bis Anfang September) verreist, würden wir jede Fährfahrt wirklich nur ein paar Tage zuvor buchen – also anders als wir es gemacht haben. Reisepläne können sich schnell ändern und die Preise werden eher günstiger als teurer. Allerdings sollte ihr euch die Fahrpläne im Voraus bei eurer Planung anschauen, da manche Inseln nicht täglich angefahren werden.

Tinos – Kykladen Inselhopping

Mit Tinos – eigentlich eine wundervolle Insel – sind wir leider nicht so richtig warm geworden, im wahrsten Sinne des Wortes. Anfang September mit 19 Grad, dicke Wolken und Sturmböen waren nicht was wir uns nach einem verregneten Sommer in Deutschland erträumt haben.
Aber dafür kann ja die Insel nichts. Auch wenn Tinos als „die Windige“ unter den Kykladeninseln gilt, ist das Wetter dort in den Sommermonaten meistens ausgezeichnet. Wir hatten nur etwas Pech.

Tinos ist wie die meisten anderen Kykladeninseln eine eher spärlich bewachsene und wenig bewohnte Insel und die Marienbasilika im Hauptort gilt als einer der wichtigsten Marienwallfahrtsorte der Kykladen und sogar ganz Griechenlands. Viele kleine Kirchen, Windmühlen und die süßen Taubenschlösschen wie sie auf den Kykladen so typisch sind, machen Tinos zu einer wildromantischen Insel in Griechenland.

Anreise nach Tinos

Tinos ist eine der Kykladeninseln ohne eigenen Flughafen. Ihr könnt von Athen Piräus mit der Fähre in fünf Stunden anreisen inklusive Zwischenstopp in Syros. Die Kosten für diesen ersten Teil der Route eures Kykladen Inselhüpfens belaufen sich auf etwa 35€ pro Person Economy (Stand: 2021). Für den gleichen Preis könnt ihr auch die Speed Ferry von Athen Rafina nach Tinos nehmen. Ihr benötigt dafür nur knapp zwei Stunden. Wie ihr zu den unterschiedlichen Athener Fährhäfen gelangt haben wir auch in unserem Athen Artikel beschrieben.
Eine dritte Variante ist, mit dem Flugzeug nach Mykonos zu fliegen und von dort mit der Fähre in 30 Minuten nach Tinos zu fahren.

Kulinarik auf Tinos

Überall auf Tinos findet ihr süße kleine Tavernen, die die Spezialitäten der Insel servieren. Tinos ist für Oktopus bekannt. Wir haben in der Taverna Maistrali ein unfassbar leckeres Oktopus Gericht gekostet. Es nennt sich Oktopus Maistrali und ist ein Oktopus, der in einer Sauce aus Schmorzwiebeln und Fenchel geschmort wird. Ein für uns komplett neuer Geschmack. Sowas lieben wir einfach.
Wenn ihr in eurer Unterkunft eine Küche dabei habt und auch mal gerne selber kocht, können wir den Supermarkt „Sklavenitis“ in Tripotamou sehr empfehlen. Dort findet ihr viel Auswahl, günstige Preise und attraktive Wochenangebote.

Mietwagen auf Tinos

Es empfiehlt sich, einen Mietwagen zu nehmen, damit ihr flexibel und unabhängig die Sehenswürdigkeiten von Tinos besuchen könnt. Wir haben uns für den Anbieter MoveRentals [Anzeige] entschieden.

Wir wurden am Hafen empfangen nachdem wir von der Fähre gestiegen sind und zum Office des Anbieters gebracht. Dort haben wir schnell den Papierkram erledigt und wurden mit vielen Empfehlungen zu Stränden, romantischen Bergdörfer und guten Restaurants sowie einem Covid Kit (Masken, Desinfektionsmittel, Covid-Regeln) auf die Reise geschickt. Der Kontakt war sehr nett und auch bei der Rückgabe des Autos verlief alles reibungslos.

Wie es auf griechischen Inseln üblich ist, gibt es so etwas wie eine Ringstraße, die einmal um die Insel führt. Von dort gehen immer kleinere Stichstraßen ab, die dann zu netten Dörfchen oder einsamen Buchten führen.

Sehenswürdigkeiten Tinos

Dörfchen auf Tinos

Ein süßes kleines Bergdorf auf Tinos ist etwa Kardiani. Drei Kirchen, ein Café, typische weiße Kykladenhäuschen – vielmehr gibt es dort nicht, aber die Aussicht auf die Buchten an der Küste ist grandios.
Etwas rustikaler und schmutziger kommt Isternia daher. Es wirkt abseits der Hauptgasse, wo sich einige nette Cafés mit Meerblick befinden, eher heruntergekommen vermüllt.

Dann gibt es da noch das Dorf Pyrgos – das Marmor Dorf – in einem Talkessel gelegen. Hier halten viele Ausflugsbusse und gegen Mittag wimmelt es in der Hauptsaison hier vor Touristen.

Deutlich besser hat uns Panormos gefallen. Panormos ist ein typisch kykladisches Fischerdorf mit ein paar Tavernen. Uns hat es im To Limanaki sehr gut geschmeckt. Hier könnt ihr beim Essen den alten Männern beim Fischen am Hafen zusehen.

Am besten hat uns aber das Dorf Volax gefallen. Es liegt im Hochland von Tinos – umringt bzw. eingebettet in riesige Felsbrocken wie man sie eher auf den Seychellen vermuten würde. Überall gibt es kleine Läden und Verkaufsstände, an denen die Bewohner selbstgemachte Lebensmittel oder andere Dinge wie Kleidung, Kunst oder Öl verkaufen. Hier gibt es auch die ein oder andere einladende Taverne.

Strände auf Tinos

Aufgrund des schlechten Wetters haben wir nicht so viele Strände auf Tinos gesehen, aber zwei Strände wollen wir euch nicht vorenthalten.

Livada Beach auf Tinos war einer der schönsten Strände, die wir auf unserem Kykladen Inselhopping gesehen haben. Auf dem Weg zu Livada Beach kommt ihr an netten kleinen Dörfern und schönen Landschaften vorbei. Die letzten paar hundert Meter zum Strand hinunter sind Schotterpiste. Die ist aber auch mit kleineren Autos gut machbar. Unten angekommen findet ihr eine kleine Taverne. Direkt daneben fließt ein kleiner Bach ins Meer. Neben einer Herde Ziegen, die dort lebt, findet ihr auch viele Wasserschildkröten, die sich auf den Felsen wärmen.

Als wir am Livada Beach waren, war es recht stürmisch, sodass viele Surfer die Wellen ritten. Baden war hier bei Sturm nicht möglich. Wie gesagt ist Livada mit seinen großartigen Felsformationen der schönste Strand der Insel. Wenn ihr bei der Rückfahrt den Berg wieder hochfahrt und an der Abzweigung die andere Schotterpiste nach Norden nehmt, gelangt ihr zum Leuchtturm. Bitte beachtet, dass diese Straße deutlich schlechter ist und etwas mehr Bodenfreiheit nicht schadet. Mit dem Auto kommt man nicht ganz bis zum Leuchtturm. Die letzten paar Meter müsst ihr zu Fuß gehen. Es gibt auch einen Wanderweg vom Livada Beach zum Leuchtturm.

Der zweite Strand, den wir euch vorstellen möchten, ist Agios Ioannis Beach. Der Strand ist eher was für Familien. Es handelt sich um einen großen Sandstrand, der relativ seicht abfällt. Es gibt einen großen Parkplatz und zwei Beachbars, die Liegen und Schirme verleihen (8 €/Tag). Von hier habt ihr einen schönen Blick auf Mykonos.

Im Südwesten der Insel, nicht weit entfernt von der Hauptstadt, findet ihr eine natürliche Bucht, den Kalivia Beach. Dort findet ihr Liegen, eine Beachbar und ausreichend Parkplätze. 

Nach einigen Tagen auf Tinos haben wir unser Kykladen Inselhopping fortgesetzt und die nächste Insel auf unserer Route besucht: Naxos.

Naxos – Kykladen Inselhopping

Anreise nach Naxos

Nach nur einer guten Stunde mit der Fähre von Tinos mit einem kleinen Stopp in Mykonos sind wir auf Naxos angekommen und es war gleich eine Connection mit der Insel da.
Wir sind angekommen, haben unseren Mietwagen geschnappt und sind zur Unterkunft gefahren.
Christos – der Besitzer unserer tollen Unterkunft Archon Seaside Retreat – sagte noch, wir sollen doch auf dem Weg zur Unterkunft einen Kilometer vorher an einem Feld stoppen. Er sei dort mit seiner Familie. Christos und sein Onkel haben auf die alte traditionelle Art Weintrauben gepresst, wie es sonst keiner mehr auf der Insel macht. Natürlich durften wir den edlen Tropfen vom Vorjahr noch vor Ort kosten. Wow, was für ein herzliches Willkommen.

Wenn ihr nicht mit der Fähre fahren wollt, könnt ihr auch von Athen in weniger als einer Stunde nach Naxos fliegen. Wir lieben aber die Fähren.

Mietwagen auf Naxos

Auf Naxos empfiehlt es sich, einen Mietwagen zu nehmen. Es gibt eine Vielzahl an Anbietern. Wir haben mit Motonaxos [Anzeige] gute Erfahrungen gemacht. Das Unternehmen betreibt einige Stationen auf der Insel. Die Abwicklung bei Motonaxos war sehr unkompliziert und ging schnell, sodass wir mit unserem Mini Cooper gleich los starten konnten. Den Anbieter können wir empfehlen. Neben dem Auto ist das Quad ein sehr beliebtes Verkehrsmittel auf Naxos. Ihr werdet auch auf den anderen Inseln während eures Kykladen Inselhoppings viele Quads sehen. Wegen den vielen nicht asphaltierten Straßen zu den Buchten ist ein Quad die sichere Alternative zum Roller. Das Fahren ist auf Naxos – auch im Hauptort – sehr entspannt.

Kulinarik auf Naxos

Auf Naxos findet ihr herausragende kykladische Küche. Besonders gut fanden wir es bei Kontos Taverne am Orkos Beach. Empfehlen können wir euch unter anderem das Mousaka, den cremigen Ofenfeta, die Tsatsiki, das Zucchinipesto oder den Linsensalat. Alles war sehr lecker und die Preise sind auch gut. Das große Highlight ist aber die wundervolle Lage. Nur durch weiße Sanddünen vom Meer getrennt, das hier am Orkos Beach in allen Blautönen schimmert, liegt Kontos Taverne wirklich sehr schön.

Auch das Avaton 1739, eine Rooftop-Weinbar mit unfassbarer Aussicht auf Stadt und das kykladische Meer, wollen wir euch ans Herz legen. Die Gerichte könnte man als sehr hochwertige mediterrane Tapas beschreiben, die sich deutlich von den traditionellen Tavernengerichten abheben. Ceviche, Brusschetti oder Carpaccio waren während unseres Besuchs auf der Speisekarte. Die Preise sind vollkommen ok, die Portionen zwar deutlich kleiner als in einer Taverne. Wir hatten hier oben eine Flasche Weißwein und einige Tapas.

Super Sicht auf die Portara von Naxos habt ihr vom Restaurant Kozi im Hauptort. Sichert euch einen Platz zum Sonnenuntergang mit Blick aufs Meer. Das Essen ist lecker, die Portionen sind groß und die Preise günstig.
Da wir in unserer Unterkunft keine Verpflegung dabei hatten, haben wir uns täglich Frühstück in der Bäckereikette Artos Lagogianni geholt. Die findet ihr in allen größeren Orten auf Naxos. Es gibt eine tolle Auswahl an süßem und herzhaftem griechischen Gebäck und guten Kaffee. Einige Preisbeispiele (2021): Cappuccino 1,80€, Pastries 13€/kg. Für zwei Cappuccinos und sieben kleine Pastries haben wir 7,40€ bezahlt.

Sehenswürdigkeiten auf Naxos

Chora - Hauptstadt und Hafen der Kykladeninsel Naxos

Der Hauptort auf vielen griechischen Inseln wird Chora genannt – so auch auf der Kykladeninsel Naxos.
Hier kommen alle Fähren an und es gibt eine Vielzahl an Läden, Unterkünften, Autoverleihern und Restaurants. Es ist mit Abstand der belebteste Ort auf Naxos.
In den kleinen Gassen der Chora findet ihr tolle Boutiquen und süße Cafés. Lasst euch einfach mal durch die typisch kykladischen Gässchen treiben.
Am Hafen stehen viele Segelboote und Katamarane bereit, die Touren rund um Naxos und Paros anbieten. Es gibt auch Touren auf die kleinen Kykladen im Südosten von Naxos. Sucht euch einen passenden Anbieter raus und genießt einen Tag auf See. Je nach Bootskategorie und Privacy-Level kostet das zwischen 50 und 300€.

Die Portara von Naxos

Die Portara von Naxos ist das Eingangstor des Apllontempels von Naxos. Es ist etwa 2500 Jahre alt. Der Tempel wurde nie fertig gestellt, aber das imposante Tor steht noch heute. Es besteht aus naxischem Marmor und befindet sich auf einer kleinen Halbinsel vor dem Hauptort von Naxos und ist ein sensationeller Sonnenuntergangsspot.

Strände auf Naxos – mit die schönsten der Kykladen

Die Strände im Westen der Kykladeninsel Naxos sind wahre Schönheiten. Klares und ruhiges Wasser, toller Sand und gute Infrastruktur.

Plaka Beach

Unsere Unterkunft lag am Ende des Plaka Beach, wo es eher ruhig und beschaulich zugeht. Den Strand konnten wir in wenigen Minuten fußläufig erreichen. Tagsüber könnt ihr hier Liegen und Sonnenschirme für zehn bis fünfzehn Euro pro Tag mieten und die netten Beachbars und Restaurants genießen. Natürlich könnt ihr euch aber auch einfach auf euer eigenes Handtuch legen und nichts bezahlen. Der Strand ist ein feiner braun-gelber Sandstrand. Das Wasser ist durch den Sand je nach Wellengang mal mehr mal weniger aufgewühlt. Abends ist der Plaka Beach einer der besten Sunset-Spots von Naxos. Von Plaka gelangt ihr auch auf die schöne Küstenstraße bis in den Süden der Kykladeninsel Naxos

Mikri Vigla Beach auf Naxos

Riesige Felsformationen trennen die ruhige Bucht von Mikri Viglia in einen südlichen Teil und einen nördlichen Teil. Auf beiden Seiten ist jeweils ein kleiner Teil von Mikri Viglia als serviced Beach betrieben. Das bedeudet, dass man Liegen und Sonnenschirme mieten kann. Zusätzlich gibt es eine kleine Taverne vor Ort. Der Strand hat uns sehr gut gefallen. Der nördliche Teil grenzt an den traumhaften Orkos Beach, wo Kite Surfer die Oberhand haben.

Orkos Beach

Orkos Beach ist der Strand der Kitesurfer. Die Wasserfarbe hier ist wirklich traumhaft. Es schimmert in allen Tönen von türkis und das Wasser ist glasklar. Neben dem breiteren Hauptstrand findet ihr im Norden auch kleinere einsame Buchten, wo nur wenige Badegäste Platz finden und keine Kiter unterwegs sind. Genießt euren Lunch in Kontos Taverne und schaut den Kitern zu.

Glifada Beach

Unserer Meinung nach ein Geheimtipp. Wir waren die einzigen Badegäste am Glifada Beach. Der Strand ist sehr naturbelassen und einsam. Die Anreise führt euch über einen im Sommer ausgetrockneten Salzsee und durch weiße Sanddünen. Der weiße Sand und das glasklare Wasser machen Glifada Beach zu einem der schönsten Strände auf der gesamten Route unseres Kykladen Inselhoppings. Eine wahre Schönheit.

Agiassos Strand

Der Agiassos Beach liegt weit im Süden von Naxos. Das Meer hat hier eine wundervolle Farbe und es ist relativ wenig los. Kurz vor dem Hauptstrand von Agiassos findet ihr relativ versteckt die kleine Bucht Athena Beach. Traumhaft.

Die Ostküste von Naxos und Paralia Psili Ammos

Die Ostküste von Naxos ist deutlich rauer und wilder als der Westen der Insel. Es gibt keine Liegenvermieter und wenig Infrastruktur. Die Küsten fallen zum Teil recht steil ab, aber es gibt auch tolle versteckte Buchten und ihr habt einen super Blick auf die Inseln der kleinen Kykladen. Die Natur ist bergig und karg, aber wunderschön und geprägt von rotem Gestein. Besucht mal den Strand Paralia Psili Ammos. Parkt an der Straße und sucht euch einen Weg durch die weißen Dünen. Wir sind in eine kleine Nebenbucht des Strandes und waren die einzigen dort. Von Westen von Naxos rüber in den osten müsst ihr etwa 60 Minuten Fahrt einplanen und dabei den großen Gebirgszug der Insel überwinden. Denkt daran vorher noch vollzutanken, denn an der Ostküste gibt es keine Tankstelle. Auf der Fahrt quer durch die Insel kommt Ihr an kleinen Bergdörfern wie Filoti oder Aperathos vorbei, wo es sich lohnt für einen Drink in einer Taverne zu pausieren.

Paros – Kykladen Inselhopping

Nachdem wir eine super Zeit auf Naxos hatten und die besten Strände unseres bisherigen Inselhoppings auf den Kykladen gefunden hatten, hatten wir an Paros keine zu großen Erwartungen. Es wurde definitiv Liebe auf den zweiten Blick.

Anreise Paros

Auch wenn Paros und Naxos nur durch eine Meerenge getrennt sind, dauert die Fährfahrt doch eine knappe Stunde, denn man legt im Westen von Naxos ab und kommt auch im Westen von Paros an, sodass man quasi einmal um Paros rum muss. Paros hat einen kleinen Flughafen, sodass ihr auch von Athen aus anfliegen könnt.

Unterwegs vor Ort auf der Kykladeninsel Paros

Auch auf Paros ist ein Mietwagen unbedingt zu empfehlen, denn die Insel ist recht groß und die Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander. Die Straßen auf Paros sind meist in gutem Zustand und das Autofahren ist sehr entspannt. Vereinzelt sieht man auch mal Quads.

Sehenswürdigkeiten auf Paros

Private Boat Tour nach Antiparos, Despotiko und Stroggili

Bei einer Bootstour könnt ihr die Schönheit von Paros, Antiparos und der anderen kleinen Inseln vom Wasser aus beobachten. Die Touren werden von vielen Anbietern als Halbtages- oder Ganztagestouren angeboten und starten meist von Parikia oder Aliki. Je nachdem wie privat ihr das ganze gestalten wollt, könnt ihr eine exklusive Private Tour, eine Semi-private Tour (10-20 Personen) oder eine offene Tour buchen (20-100 Personen). Getränke, Appetizer, Mittagessen und Desserts sind in den Touren inkludiert – genauso wie Schnorchel Equipment und andere Wasserspielsachen.
Wir haben eine Semi Private Ganztages-Tour ab Aliki für etwa 100 € pro Person gebucht und haben dabei die Blue Lagoon in Panteronisia, den Malfada Beach mit seinen Tempelruinen, die Antiparos Sea Cave und die kleine Insel mit der Saint Nicholas Church besucht. Wir hatten auch die Möglichkeit zum Cliff Jumpen. Die Tour war richtig gut, das Wasser hat eine unfassbare schöne Farbe und wir haben eine große Schildkröte vom Boot aus gesehen. Lediglich das Schnorcheln ist relativ unspektakulär wie überall im Mittelmeer – vor allem, wenn man schon in Südostasien, Ägypten oder an anderen bunten Riffen dieser Welt Schnorcheln war.

Paros Park

Der Paros Park ist eine kleine Halbinsel an der Nordspitze der Kykladeninsel und kein Park im Sinne von bewirtschaftet oder Eintritt bezahlen, sondern einfach ein kleines Naturschutzgebiet (wenn auch vielleicht kein offizielles), wo Weidewirtschaft und andere touristische Aktivitäten verbannt wurden. Jetzt ist es ein kleines Wanderparadies mit etwa sieben Kilometer Wanderwegen auf gut ausgezeichneten Pfaden mit Meerblick zu allen Seiten. Es gibt auch einen Weg auf den Gipfel der Halbinsel hoch. Auch der Pfad zum Leuchtturm vorbei an vielen kleinen Buchten ist echt nett. Unser Lieblingsplatz war aber der kleine aus Marmorkies bestehende Paralia Votsalo. Mit die schönste Bucht auf der ganzen Route unseres Kykladen Inselhopping. Die unterschiedlichen Routen im Paros Park findet ihr auch in der App „AllTrails“, mit der ihr euch gut navigieren lassen könnt. Wir empfehlen, die Wanderung bei Sonnenaufgang zu starten, wenn keine anderen Wanderer unterwegs sind und die Temperaturen noch angenehm sind. Schaut euch die Buchten und den Leuchtturm an und nehmt dann die Route 7 auf den Gipfel des Berges. Wascht euch den Schweiß zum Schluss in einer der kleinen Buchten im Osten der Halbinsel ab und genießt den Blick auf Naoussa.

Schmetterlingstal Paros

Wir haben gelesen, dass die Schmetterlinge im Juni und Juli da sind, im August dann verschwinden, um im September wieder zurück zu kommen. Als wir Mitte September im Schmetterlingstal auf Paros waren, war die Anlage aufgrund von „end of season“ bereits geschlossen.

Naoussa

Naoussa ist das schönste kleine Städtchen auf Paros und hat wirklich viel Charme – vor allem im Spätsommer ab Mitte September, wenn die Schulferien vorbei sind und die meisten Touristen abgereist sind. Das ganze Städtchen ist in weiß und blau gehalten, wie es sich für ein kykladisches Dörfchen gehört. Tolle Läden, trendige Bars und viele Restaurants und Cafés an allen Ecken und Enden. Der süße kleine Hafen wird von der alten venezianischen Burg geschützt. Parkplätze findet ihr etwas landeinwärts und sind zu Fuß gut erreichbar. Lasst euch Naoussa nicht entgehen.

Parikia

Parikia ist der Hauptort von Paros und bietet tolle Einkaufsmöglichkeiten in den vielen kleinen Gassen, wo ihr süße Boutiquen und tolle Läden findet. In Parikia findet ihr auch viele gute Tavernen, wobei die Tavernen in zweiter Reihe etwas günstiger sind. Oberhalb der Stadt findet ihr große kostenlose Parkplätze, von denen ihr in wenigen Minuten in das Gassengewirr oder zum Meer laufen könnt.

Strände auf der Kykladeninsel Paros

Im Folgenden möchten wir euch einige Worte zu allen Stränden sagen, die wir auf Paros besucht haben.

Parasporos Beach

Der Parasporos Beach im Westen der Insel ist nichts Besonderes. Es handelt sich um einen Sandstrand mit Liegen und drei coolen Beachbars

Paralia Agia Irini

Bei Paralia Agia Irini handelt es sich um eine kleine Bucht im Westen der Insel mit super schönem Wasser. Vor Ort findet ihr eine Taverne, die auch Liegen vermietet.

Faragas Strand

Den Faragas Beach im Süden von Paros erreicht ihr über den Beach Club, wo ihr auch Parken könnt. Der Strand wird rechts, wenn ihr aufs Meer blickt, von großen Felsblöcken von einer kleinen Bucht abgetrennt. Die Bucht ist viel schöner als der Hauptstrand und vor allem schön ruhig.

Golden Beach

Im Südosten der Insel befindet sich der Golden Beach. Der goldene Strand hat seinen Namen wirklich verdient. Es handelt sich um einen sehr langen und breiten wirklich schönen Sandstrand. Hier ist sehr viel los und eher nach dem Geschmack von Urlaubern, die Party suchen und nicht Erholung. Die unzähligen Beachbars vermieten Liegen ab 30€ das Set. Östlich an den Strand angrenzend findet ihr kostenlose Parkplätze.

Paralia Nea Chrisi Akti

Der Paralia Nea Chrisi Akti oder auch New Golden Beach liegt auch im Südosten von Paros und ist vor allem bei Windsurfern beliebt. Er liegt nahe der kleinen Küstenstraße und ist von kleinen Sanddünen umgeben. Vor allem die kleine Landzunge ist traumhaft schön, aber auch hier kann man Liegen ab 15€ pro Set mieten.

Paralia Aspros Nkremos

Dieser Strand liegt im Osten der Insel und hat uns mit am besten gefallen. Etwa hundert Meter von der Küste entfernt liegt ein riesiger Felsen im Wasser. Wirklich ein sehenswerter Strand.

Punda beach

Ebenfalls im Osten der Insel findet ihr den Punda Beach und zwei riesige Beach Clubs. Wenn ihr seitlich an den Beach Clubs vorbei fahrt, kommt ihr zu einem kleinen kostenlosen Parkplatz von wo aus ihr direkt zum öffentlichen Teil des Strands kommt.

Monastiri Beach

Im Norden der Insel in der Nähe von Naoussa findet ihr den Monastiri Beach. Der Strand ist zwar sehr bekannt, aber unserer Meinung nach nichts Besonderes und mit Liegen vollgestellt.

Mikri Santa Maria

Im Norden der Insel befindet sich in der Nähe des Paralia Santa Maria die kleine Schwester Mikri Santa Maria. Dabei handelt es sich um eine kleine windgeschützte Bucht. Hier tummeln sich diverse Liegenanbieter, sodass nur wenig Platz bleibt, wenn man an den öffentlichen Teil will. Parkplätze sind nur wenige vorhanden. Von hier aus solltet ihr einen kleinen Roadtrip die Küste nach Süden runter machen. Diese kleine Küstenstraße ist wirklich sehenswert und ihr kommt an vielen tollen Buchten vorbei. Insgesamt versprüht die Ostseite von Paros etwas mehr Charme als der Westen und die Strände haben uns auch etwas besser gefallen.

Fazit zum Kykladen Inselhopping

Auf dieser Reise haben wir mal wieder festgestellt, dass es sich vor allem in der Nebensaison lohnen kann, Unterkünfte auf den einschlägigen Buchungsportalen rauszusuchen, für die Buchung aber direkt auf die Unterkünfte zuzugehen. Das hat dieses mal sehr gut geklappt, sodass wir einiges sparen konnten. Allerdings muss man auch beachten, dass hier meist eine Anzahlung fällig ist und die Stornierungsoptionen eventuell schlechter sein können als bei Buchungsportalen. Auch die Fährverbindungen zwischen den Kykladeninseln haben einwandfrei geklappt. Alle Gäste mussten eine Health Declaration ausfüllen und auf die Einhaltung von 3G wurde geachtet. Wir waren von Griechenland mal wieder restlos begeistert und kommen bald wieder.

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