Cheops Pyramide in Kairo

Cheops Pyramide von innen besichtigen – Lohnt es sich?

Kann man die Cheops Pyramide von Innen besichtigen?

Ihr wollt ins Innere der legendären Cheops Pyramide? Geht das überhaupt? Kommt man als Tourist ins Allerheiligste der Ägyptischen Geschichte? Ja, Ihr könnt die Cheopspyramide von Innen besichtigen und den Geist von Pharao Cheops spüren. In Ägypten ist die Pyramide auch unter dem Namen Great Pyramide oder Chufu Pyramide bekannt. Chufu ist der altägyptische Name von Pharao Cheops. Die Cheops Pyramide wurde mehr als 2500 Jahre vor Christus erbaut. Neben der Cheops Pyramide befinden sich auf dem Plateau von Gizeh noch die beiden anderen Pyramiden, die als Grabmal für die beiden Pharaonen Chephren und Mykerinos dienen.

Was kostet der Eintritt in das Innere der Cheops Pyramide?

Dazu braucht Ihr erstmal Zugang zum Areal der Pyramiden von Gizeh. Dazu ist eine Eintrittskarte nötig, die Ihr an den Eingangstoren zum Areal der Pyramiden in Gizeh kaufen könnt. Der Zutritt zum Areal kostet 220 Ägyptische Pfund, was knapp 10 Euro sind (Stand 2022). Falls Ihr eine Tour oder einen Guide bucht, vergewissert Euch, ob der Eintritt zum Areal der Pyramiden im Tourpreis inbegriffen ist. Wenn ihr wirklich ins Innere der Cheops Pyramide wollt, dann müsst Ihr noch tiefer in die Tasche greifen und nochmal 440 Ägyptische Pfund (22€) drauflegen. Diese Extrakosten für das Innere der Cheops Pyramide sind nicht in den Touren inbegriffen und können nur vor Ort und in bar gekauft werden. Die Tickets, die Ihr benötigt, um in das Innere der Pyramide zu gelangen, sind limitiert. Seid also am besten früh am Morgen vor Ort. Falls Ihr eine Tour oder einen Guide bucht, lasst den Guide am besten vorher wissen, dass ihr plant, das Innere der Pyramide zu besichtigen.

Wie kommt man in das Innere der Cheops Pyramide?

Ins Innere der Pyramiden kommt Ihr über einen kleinen Eingang in der Seite der Cheops Pyramide. Der ursprüngliche Eingang zur Pyramide befindet sich wenige Meter daneben, ist aber heute nicht mehr nutzbar. Ihr betretet das Innere der Cheops Pyramide also über den sogenannten Räuber-Tunnel oder Al-Ma´mum-Tunnel, um dessen Bau sich bis heute noch viele Theorien ranken. Kameras sind im Inneren der Pyramide von Pharao Cheops verboten. Die müsst Ihr am Eingang abgeben oder Ihr lasst sie bei Eurem Guide, denn der darf auch nicht mit rein, damit der wenige Platz im Inneren der Cheops Pyramide den Touristen vorbehalten bleibt.
Im Inneren der legendären Cheops Pyramide folgt man zuerst dem niedrigen Räubertunnel, in dem man etwas gebückt gehen muss, bis man zum aufsteigenden Korridor kommt, der über Treppen steil nach oben führt. Der aufsteigende Korridor ist etwa 1,20m hoch und einen guten Meter breit. Vorsicht auf Gegenverkehr. Nach knapp 40 Metern schweißtreibendem und steilem Aufstieg öffnet sich der Korridor und man steht in der großen Galerie. Der beschwerliche Teil liegt jetzt hinter uns. Die große Galerie ist mit über acht Metern Deckenhöhe bei weitem hoch genug, um aufrecht zu gehen. Auch die Breite des immer noch steil aufsteigenden Weges ist deutlich angenehmer als im Korridor.

Nach etwa 50 Metern findet ihr am Ende der großen Galerie einen kleinen Tunnel, der wieder sehr eng, schmal und niedrig ist. Dieser Tunnel war ursprünglich von großen Blockier-Steinen verschlossen, denn hinter diesem etwa fünf Meter langen Tunnel wartet das Allerheiligste der Pyramide auf Euch – die Grabkammer von Cheops. Im Inneren der Cheops Pyramide ist es überraschenderweise brüllend heiß. Wir hätten eher eine angenehme Kühle erwartet. Nehmt euch eine Flasche Wasser mit. Wie erwähnt sind die Gänge, Schächte und Treppen im Inneren der Pyramide sehr niedrig und eng, sodass man oft gebückt gehen muss oder entgegenkommenden Besuchern ausweichen muss. Also nichts für Menschen mit Platzangst.

Wie sieht es in der Grabkammer der Cheops Pyramide aus?

Was befindet sich in der Grabkammer der Cheopspyramide? Nachdem ihr nochmal gebückt durch Tunnel zur Sarkophag Kammer gekommen seid, steht Ihr endlich in der Grabkammer des Pharaos. Die Grabkammer im Inneren der Cheops Pyramide ist etwa zehn Meter lang und fünf Meter breit. Die Deckenhöhe würde ich auf gute fünf Meter schätzen. Im Gegensatz zum Rest der Pyramide, ist die Grabkammer nicht aus Sandstein, sondern aus leicht rötlichem Granitstein. In der Kammer befindet sich der steinerne Sarkophag in dem die Mumie von Pharao Cheops einst ruhte. Ansonsten befindet sich – außer Klimageräten – nichts in der Grabkammer des Pharaos, auch keine Inschriften, Zeichnungen oder Hieroglyphen. Aber dort in dieser Jahrtausende alten Kammer zu stehen – wenn ihr Glück habt vielleicht sogar allein – und darüber nachzudenken, welche Bedeutung das alles hatte und noch heute hat, da läuft einem ein kalter Schauer den Rücken runter. Legt die Hände auf den Granitstein oder den Sarkophag und spürt die Energie dieses Ortes.

Braucht man einen Guide, um die Pyramiden von Gizeh zu besuchen?

Man braucht keinen Guide, um die Pyramiden von Gizeh bzw. die berühmte Cheops Pyramide zu besuchen. Man tut sich vielleicht etwas leichter, um sich auf dem Gelände der Pyramiden zurecht zu finden und man muss sich nicht selbst für die Tickets anstellen. Der Guide kann an der Guide-Kasse Tickets kaufen und ist dabei deutlich schneller als man es selbst an der allgemeinen Kasse könnte. Natürlich liefert ein guter Guide auch Informationen zu den Pyramiden und hilft dabei die ganze Geschichte einzuordnen, aber man kann sich auch problemlos alleine zurechtfinden. Im Inneren der Cheopspyramide sind Guides nicht erlaubt, sodass man hier keinen Nutzen aus einem Guide ziehen kann.
Wir haben uns eine Tour mit Guide (*im Link findest du eine vergleichbare Tour) gebucht, in der neben den Pyramiden auch die anderen großen Sehenswürdigkeiten wie Sphinx, Ägyptisches Museum und Khan El Khalili enthalten waren. Wir wurden vom Hotel abgeholt, in einem komfortablen klimatisierten Auto durch Kairo gefahren, konnten alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe besichtigen und unser Guide erklärte uns alles, was wir wissen wollten.
Mit dieser Tour waren wir persönlich sehr zufrieden.
Natürlich kann man sich auch alle Informationen auch selbst besorgen und die Wege mit Uber zurücklegen. Das bleibt einem natürlich selbst überlassen.

Kann man sich im Inneren der Cheops Pyramide verlaufen?

Nein, in der Cheops Pyramide kann man sich nicht verlaufen. Es geht immer gerade aus. Eine Möglichkeit zum falschen Abbiegen gibt es hier nicht, denn die anderen Gänge und Kammern sind alle verschlossen. Beim Übergang vom aufsteigenden Korridor zur großen Galerie, sieht man die verschlossene Abzweigung zur Königinnenkammer. Ansonsten gibt es noch den absteigenden Korridor, der beim Übergang von Räubertunnel zum aufsteigenden Korridor kreuzt – aber auch verschlossen ist.

Gibt es eine geheime Kammer in der Cheops Pyramide?

In den letzten Jahrzehnten wurden immer wieder bisher unentdeckte Kammern und Räume in der Cheops Pyramide entdeckt. In den 90er und 2000er Jahren wurden viele Explorationen in Zusammenhang mit Schächten, die ihren Ursprung in der Königinnenkammer haben, durchgeführt. Mit Miniaturrobotern, die mit Kameras ausgestattet sind, wurden die Schächte untersucht. Dabei stieß man immer wieder auf große Verschlusssteine, die den Weg blockieren. Diese Steine wurden durchbohrt und der Hohlraum dahinter wurde untersucht. Außer Metallornamenten und Hieroglyphen befand sich dahinter nichts Spektakuläres. Im Jahr 2017 entdeckte man mit Hilfe der Myonentomografie einen Hohlraum über der großen Galerie, der ihr in Gestalt und Größe in etwa entsprach. Diesen Hohlraum konnte man bisher nicht untersuchen. Über Funktion und Nutzen der Schächte und Hohlräume kann bis heute nur spekuliert werden. Die große Pyramide gibt ihre Geheimnisse nicht so einfach preis – vielleicht ist das auch besser so.

Lohnt es sich ins Innere der Cheops Pyramide einzusteigen?

Ihr fragt Euch jetzt bestimmt, ob es sich lohnt, das Innere der Cheops Pyramide und damit die Grabkammer des Pharaos zu besuchen. Für uns war klar, dass wir auch das Innere der Cheops Pyramide sehen wollen, wenn wir schon vor Ort sind und ich muss sagen, es hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich würde es auch gerne noch ein zweites Mal sehen. Das Gefühl, eines der bedeutendsten Bauwerke der Welt von innen zu sehen und seinen Geheimnissen auf die Spur zu kommen war unbeschreiblich.

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